Freitag, 16. Dezember 2011

Glühlampe... Erleuchtung?



Geht dir ein Licht auf? Welches Licht lässt dich erschrecken?




Wenn ich mein altes Physik-Buch aufschlage, kann ich folgendes über Licht lesen: 
Die Hauptquelle des irdischen Lichtes ist die Sonne, dessen Licht daher auch als Sonnenlicht bezeichnet wird. Künstliche Lichtquellen sind beispielsweise Glühlampen,  Leuchtioden, Laser und chemisches Licht.

Im Lukasevangelium steht Maria in einem merkwürdigem Licht, ihr wird berichtet, was nun passieren wird. Sie wird ein Kind bekommen, den Heiland. Sie vertraut darauf und lässt sich darauf ein. 

Auf einer Theaterbühne würde Maria, vermutlich zunächt in einem grellen, neonleuchtenden Licht stehen, es blendet  - es ist kalt  - und schreckhaft. Doch dann, mit Rückfragen wird es besser, die Situation besänftigt sich. Das Licht könnte nun wärmer, vertrauter und wohliger wirken. 

Alles ist erleuchtet, in der modernen Literatur verarbeitet Jonathan Safran Foer auch dieses Thema. Ein junger Amerikaner erhält am Sterbebett seiner Großmutter und geht seiner Familiengeschichte nach. Seine Großmutter ist nicht die Frau, die auf dem Foto in der fernen Heimat, ist. Es ist jemand anderes. Wer ist die andere Frau? Ist das überhaupt Johnathans Großmutter? Die Hautfigur macht sich auf den Weg und stellt sich am ende seiner Reise die Frage: Warum machen wir die Geschichte nicht besser als das Leben? Aber Johnathan ändert nichts an der Vergangenheit und so bleibt am Ende nur, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und die Einsicht: Alles ist so, wie es ist, weil alles so war, wie es war.


Und du? Kennst du das auch? In welchem Licht stehst du? In welches Licht wirst du gestellt? Gibt es ein Licht, dass dir Angst macht? Was sind deine Erfahrungen?

1 Kommentar:

  1. Ich kann mich erinnern, dass mir in der Schule schlechte Noten, Angst gemacht haben. Ich dachte, dass meine Lehrer_innen mich nicht mehr mögen würden, wenn ich für ihren Test nicht lernen würde. Als ich mich von ihnen unfair behandelt fühlte, schrieb ich manchmal "absichtlich" schlechte Noten um nicht das "liebe Kind" zu sein, wie ich oft betitelt wurde.
    Heute weiß ich, dass das blöd war. Aber damals habe ich dies nicht richtig reflektieren können.

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